Herz-Jesu-Fuirer
Orenknott

Herz Jesu Feuer in Südtirol - Teil 1


Jedes Jahr am zweiten Sonntag nach dem Fronleichnamsfest lebt in Tirol ein uralter Brauch wieder auf: das Herz-Jesu-Feuer. Die Ursprünge dieses Brauches liegen weit in vorchristlicher Zeit, als kultische Zeremonien sich nach dem Lauf der Sonne richteten. Die Sonne war besonders unter den extremen Lebensbedingungen im Alpenraum für Wachstum und Gedeihen von Natur und Mensch entscheidend; besonders wichtig im Lebensrhythmus waren die Tage Sonnenwende, die u.a. durch das Entzünden großer Feuer gefeiert wurden. Später „adaptierte“ das Christentum diese heidnischen Bräuche, aus dem Fest der Wintersonnenwende wurde z.B. Weihnachten. Die Sommersonnwendfeuer wiederum wurden, da sie nach dem Julianischen Kalender auf das Fest Johannes des Täufers fielen, zu „Johannisfeuern“.


Im Jahr 1796 besiegte Napoleon in Norditalien die Armeen der Habsburger und drang danach bis ins steirische Leoben vor. Tirol brauchte zwar Dank eines von Kaiser Maximilian I. verliehenen Privilegs keine Truppen für die Habsburger Armee stellen und auch keine finanzielle Unterstützung leisten, musste dafür aber selbst für die Verteidigung seiner Grenzen sorgen. Die Tiroler Landstände traf die Bedrohung durch Napoleon recht unvorbereitet, und so gelobten sie bei einem Treffen in Bozen, das Land dem „Heiligsten Herzen Jesu“ anzuvertrauen, um so göttlichen Beistand zu erhalten und die Verteidigungsbereitschaft der Bevölkerung zu heben. Dieses Gelöbnis sollte jedes Jahr zum Herz-Jesu-Fest (dem zweiten Freitag nach Fronleichnam) erneuert werden.

Herz Jesu Feuer

auf dem Orenknott

Orenknott_Geschichte_Teil_2.html

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